Die Steigerung der Wirkstoffkonzentration von selbst angebautem Cannabis hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Wachstum, Entwicklung und Cannabinoidproduktion der Pflanze beeinflussen. Hier einige Tipps zur Steigerung der Wirkstoffkonzentration Ihres selbst angebauten Cannabis:
1. Genetische Selektion:
Wählen Sie Cannabis-Sorten, die für ihre hohe Wirkstoffkonzentration bekannt sind. Verschiedene Sorten weisen unterschiedliche Cannabinoid-Gehalte auf, darunter THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol). Informieren Sie sich und wählen Sie Sorten mit der gewünschten Wirkstoffkonzentration.
2. Beleuchtung:
Sorgen Sie in jeder Wachstumsphase für die richtige Lichtmenge und -art. Hochwertige Vollspektrum-LED- oder HID-Lampen (Hochdruckentladungslampen) werden häufig für den Indoor-Anbau verwendet. Achten Sie auf die richtige Lichtintensität und -dauer und passen Sie diese an die jeweilige Wachstumsphase an.
3. Nährstoffmanagement:
Verwenden Sie eine ausgewogene Nährlösung, die den spezifischen Bedürfnissen der Cannabispflanzen in jeder Wachstumsphase gerecht wird. Vermeiden Sie Überdüngung, da diese die Potenz beeinträchtigen und zu weiteren Problemen führen kann. Verwenden Sie organische Düngemittel für eine natürlichere Methode.
4. Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle:
Sorgen Sie in Ihrem Anbauraum für optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Cannabispflanzen gedeihen in bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbereichen. Stress durch extreme Bedingungen kann die Potenz beeinträchtigen, daher ist ein stabiles und kontrolliertes Umfeld wichtig.
5. Luftzirkulation:
Sorgen Sie für gute Luftzirkulation, um Schimmelbildung vorzubeugen und ein gesundes Pflanzenwachstum zu fördern. Eine angemessene Belüftung trägt dazu bei, optimale Bedingungen zu erhalten und das Risiko von Schädlingen und Krankheiten zu reduzieren.
6. Beschneiden und Erziehen:
Beschneiden Sie Ihre Pflanzen, um die Lichteinwirkung und Luftzirkulation zu optimieren. Techniken wie das Beschneiden (Topping), Low-Stress-Training (LST) und Super Cropping können helfen, die Energie effizienter zu verteilen und so die Potenz zu steigern.
7. Erntezeitpunkt:
Ernten Sie Ihre Cannabispflanzen zum richtigen Zeitpunkt. Der Erntezeitpunkt beeinflusst den Cannabinoidgehalt maßgeblich. Warten Sie, bis die Trichome (Harzdrüsen) den gewünschten Reifegrad erreicht haben. Verwenden Sie eine Lupe, um Farbe und Struktur der Trichome zu überprüfen.
8. Trocknen und Aushärten:
Trocknen und fermentieren Sie Ihre geernteten Blüten sorgfältig. Langsames und kontrolliertes Trocknen, gefolgt von einem Fermentationsprozess, ermöglicht die volle Entfaltung von Cannabinoiden und Terpenen. Dies kann den Geschmack, das Aroma und die Wirkung des Endprodukts verbessern.
9. CO2Anreicherung:
Bei Indoor-Anbau sollte die Zugabe von zusätzlichem Kohlendioxid während der Blütephase erwogen werden. Erhöhtes CO₂2Erhöhte Konzentrationen können die Photosynthese ankurbeln und potenziell zu einer höheren Cannabinoidproduktion führen.
10. Stressmanagement:
Während kontrollierter Stress die Potenz steigern kann, hat übermäßiger Stress negative Auswirkungen. Vermeiden Sie übermäßigen Stress für Ihre Pflanzen und überwachen Sie die Umweltfaktoren, um ein gesundes und stressfreies Wachstumsumfeld zu gewährleisten.
Bedenken Sie, dass eine höhere Wirkstoffkonzentration das Zusammenspiel verschiedener Faktoren erfordert und Experimente nötig sein können, um die optimalen Bedingungen für Ihre spezifischen Sorten zu finden. Beachten Sie stets die lokalen Vorschriften und Richtlinien zum Cannabisanbau.
Veröffentlichungsdatum: 24. Januar 2024

