Warum kommt es im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung zu häufigen Kältewellen?
Forschungen haben gezeigt, dass die globale Erwärmung die Verlagerung kalter Luftmassen nach Süden begünstigt.
Die Entstehung und der Ausbruch von Kältewellen hängen eng mit der Westwindzone zusammen. Die Westwindzone verhält sich wie ein Gummiband, dessen Elastizität vom Temperaturgradienten zwischen Nord und Süd abhängt. Bei einem signifikanten Temperaturunterschied zwischen Nord und Süd sind die Westwinde stark; andernfalls sind sie schwach und schwankend.
In den letzten 100 Jahren ist die globale Durchschnittstemperatur kontinuierlich angestiegen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Arktis schneller erwärmt als andere Teile der Welt – ein Phänomen, das als arktischer Verstärkungseffekt bekannt ist. Dieser Temperaturtrend führt zu einer Verringerung des Nord-Süd-Temperaturgradienten und schwächt dadurch die Westwindzirkulation.
In diesem Fall dringt das im südlichen Teil der Westwinde gebildete blockierende Hochdruckgebiet mit höherer Wahrscheinlichkeit in die Arktis ein. Gleichzeitig verlängert sich im Zuge der Klimaerwärmung die Dauer blockierender Hochdruckgebiete, und anhaltende blockierende Hochdruckgebiete treten vermehrt in den mittleren bis hohen Breiten der Nordhalbkugel auf, insbesondere im Uralgebirge.
Im Zuge der Klimaerwärmung sind extreme Kältewellen häufig die Folge des Zusammenwirkens mehrerer atmosphärischer Systeme. Wenn sich ein Warmluftrücken nach Norden ausbreitet, führt die warme Luft zu einem kontinuierlichen Rückgang des Meereises im Arktischen Ozean und damit zu einer Erwärmung der Arktis. Gleichzeitig tritt in diesem Jahr erneut das La-Niña-Phänomen auf, das einen Rückgang der Meeresoberflächentemperatur im zentralöstlichen Teil des äquatorialen Pazifiks beschreibt. Dieser Synergieeffekt verstärkt die Abschwächung des Temperaturgradienten zwischen Nord und Süd, was wiederum die Westwindzone schwächt und das Auftreten extremer Kältewellen begünstigt.
Welche Gefahren bergen Kältewellen?
Eine Kältewelle ist ein Wetterphänomen, das üblicherweise in der kalten Jahreszeit, insbesondere im Winter, auftritt. Sie geht in der Regel mit starken Kaltluftmassen einher und bringt eine Reihe von Gefahren mit sich, darunter unter anderem:
1. Niedrige Temperaturen und extreme Kälte: Die offensichtlichste Gefahr von Kältewellen sind die extrem niedrigen Temperaturen. Starke Kälte kann zu einer Unterkühlung führen und das Risiko von Erfrierungen und Unterkühlung erhöhen. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, kann extreme Kälte gefährlich sein.
2. Eis- und Schneewetter: Kältewellen bringen Niederschläge wie Schneefall oder Eisregen. Starker Schneefall und gefrorene Straßen können zu Verkehrsbehinderungen, Glatteis, vermehrten Unfällen sowie zu Beeinträchtigungen und Gefahren für die Reise- und Alltagssituation führen.
3. Frostschäden: Kältewellen verursachen Frostschäden an Nutzpflanzen, Wasserressourcen und Vegetation. Extrem niedrige Temperaturen können zum Erfrieren von Nutzpflanzen, Schäden an Obstbäumen und zum Zufrieren von Wasserquellen führen und die landwirtschaftliche Produktion sowie die Umwelt beeinträchtigen.
4. Erhöhter Heizbedarf: Bei Kältewellen steigt der Bedarf der Menschen an Heizsystemen, was zu einer Überlastung der Heizungsanlagen, einem erhöhten Energieverbrauch und sogar zu Ausfällen oder Abschaltungen der Heizungsanlagen führen kann, was Heizprobleme und Sicherheitsrisiken beim Heizen im Winter zur Folge hat.
5. Herausforderungen für das Überleben von Tieren und Pflanzen: Kältewellen bedrohen Wildtiere und Haustiere. Niedrige Temperaturen erschweren Wildtieren die Nahrungssuche und die Suche nach geeigneten Lebensräumen, was ihr Überleben gefährden kann. Haustiere benötigen bei extremer Kälte Wärme und Schutz.
6. Wassermanagement: Kältewellen können zum Zufrieren von Gewässern wie Flüssen, Seen und Stauseen führen und dadurch den Wasserfluss und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen beeinträchtigen. Zugefrorene Gewässer können den Wasserhaushalt schädigen und Auswirkungen auf Wasserorganismen sowie die Wassernutzung haben.
Wie geht man mit Kältewellen um?
Um den durch Kältewellen verursachten Schäden entgegenzuwirken, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
1. Wärmemaßnahmen: Tragen Sie ausreichend warme Kleidung, einschließlich Daunenjacken, Mützen, Handschuhe, Schals usw., um den Kontakt mit kalter Luft zu minimieren.
2. Heizleistung verbessern: Überprüfen Sie den Betriebszustand der Heizgeräte, um eine normale Heizleistung sicherzustellen, entfernen Sie umgehend Schnee und Eis rund um die Heizgeräte und sorgen Sie für eine gute Belüftung.
3. Verkehrssicherheit: Prüfen Sie vor Reiseantritt die Wetter- und Straßenverhältnisse, vermeiden Sie Fahrten bei widrigen Wetterbedingungen und führen Sie gegebenenfalls Notfallausrüstung und Fahrzeugbergungswerkzeuge mit.
4. Maßnahmen gegen Frost: Isolieren Sie die Wasserleitungen im Innen- und Außenbereich, installieren Sie Frostschutzvorrichtungen, überprüfen Sie regelmäßig den Zustand der Wasserleitungen und verhindern Sie, dass die Wasserleitungen einfrieren und reißen.
5. Gesundheitsschutz: Verringern Sie die Zeit, die Sie im Freien verbringen, vermeiden Sie längeren Aufenthalt in kalter Umgebung, achten Sie darauf, sich warm zu halten und Erkältungen vorzubeugen, und suchen Sie rechtzeitig einen Arzt auf.
6. Notfallvorsorge: Halten Sie ausreichend Lebensmittel, Wasser und Notfallvorräte bereit und bereiten Sie Notfallkontaktinformationen sowie Werkzeuge und Ausrüstung vor, um auf Notfälle reagieren zu können.
Durch die Ergreifung dieser Maßnahmen können wir die durch Kältewellen verursachten Schäden wirksam bekämpfen und die Sicherheit und Gesundheit der Menschen und ihres Eigentums gewährleisten.
Veröffentlichungsdatum: 27. Februar 2024

