• Wie wird die Luftfeuchtigkeit in Galerien reguliert?

Wie wird die Luftfeuchtigkeit in Galerien reguliert?

Wie wird die Luftfeuchtigkeit in Galerien reguliert?

Galerien wenden verschiedene Ansätze zur Feuchtigkeitskontrolle an, um durch die Aufrechterhaltung stabiler Umgebungsbedingungen die Erhaltung von Kunstwerken zu gewährleisten. Hier ist ein strukturierter Überblick über die wichtigsten Methoden:

 

1. HLK-Systeme mit Feuchtigkeitsregelung

Integrierte Luftentfeuchter/Luftbefeuchter: Moderne HLK-Systeme sind so ausgestattet, dass sie sowohl Feuchtigkeit entziehen als auch zuführen und eine relative Luftfeuchtigkeit (rF) von typischerweise 40–60 % aufrechterhalten. Diese Systeme sind auf bestimmte rF-Werte kalibriert, die entscheidend sind, um Schimmelbildung, Verformungen oder chemische Zersetzung zu verhindern. Als zuverlässige LösungLuftentfeuchter-UnternehmenPREAIR bietet hochwertige Produkte angewerbliche LuftentfeuchterFür eine große Galerie empfiehlt sich der Einsatz eines Deckenentfeuchters PRO330 mit einer Leistung von 330 PPD, der an die Klimaanlage angeschlossen werden kann.gewerblicher Wand-Luftentfeuchterhilft dabei, die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen effektiv zu regulieren.

Temperaturregulierung: Da die Temperatur die relative Luftfeuchtigkeit beeinflusst, stabilisieren HLK-Systeme beides und gewährleisten so gleichbleibende Bedingungen.

 

2. Kontinuierliche Überwachung

Hygrometer und Sensoren: Die Echtzeitüberwachung mit digitalen Hygrometern ermöglicht es Galerien, die relative Luftfeuchtigkeit zu überwachen. Warnmeldungen informieren das Personal über Abweichungen und ermöglichen so ein schnelles Eingreifen über die Klimaanlage oder Backup-Systeme.

 

3. Gebäudeplanung und Baumaterialien

Dampfsperren und Wärmedämmung: Wände und Böden sind mit feuchtigkeitsbeständigen Materialien versehen, um das Eindringen von Feuchtigkeit von außen zu verhindern. Abgedichtete Fenster und Türen minimieren den Luftaustausch.

Vorräume/Vestibälge: Diese reduzieren die durch den Besucherverkehr verursachten Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und schaffen so eine Pufferzone zwischen Außen- und Innenbereich.

 

4. Mikroklimalösungen

Vitrinen und Lagerung: Versiegelte Vitrinen nutzen Silicagel oder moderne Systeme zur lokalen Regulierung der relativen Luftfeuchtigkeit. Maßgefertigte Gehäuse mit feuchtigkeitsregulierenden Materialien (z. B. säurefreie Matten) schützen empfindliche Gegenstände.

 

5. Zoneneinteilung

Für verschiedene Galeriebereiche können unterschiedliche RH-Einstellungen auf Basis der Anforderungen an die Kunstwerke (z. B. Gemälde vs. Holzskulpturen) durch separate HLK-Zonen oder lokale Steuerungen erreicht werden.

 

6. Passive und architektonische Strategien

Absorptionsmaterialien: Einige Galerien nutzen architektonische Elemente wie dicke Wände oder feuchtigkeitsabsorbierende Materialien, um die Luftfeuchtigkeit passiv zu stabilisieren.

 

7. Wartung und Protokolle

Regelmäßige Systemprüfungen: Filter, Sensoren und Geräte der Klimaanlage werden routinemäßig gewartet und kalibriert.

Notfallpläne: Notstromaggregate, tragbare Luftentfeuchter und Verlagerungsprotokolle dienen dem Umgang mit Systemausfällen oder Leckagen.

 

8. Besuchermanagement

Die Begrenzung der Besucherzahlen und die Steuerung der Luftzirkulation tragen dazu bei, Feuchtigkeitsspitzen durch menschliche Atmung zu vermeiden.

 

9. Dokumentation und Einhaltung

Datenprotokollierung: Kontinuierliche Aufzeichnungen der relativen Luftfeuchtigkeitswerte erleichtern die Trendanalyse und die Einhaltung von Standards von Organisationen wie ICOM oder ASTM International.

 

Durch die Integration dieser Strategien schaffen Galerien ein stabiles Umfeld, in dem Kunstwerke vor Feuchtigkeitsschäden geschützt werden und gleichzeitig die spezifischen Bedürfnisse der Sammlungen und die äußeren Bedingungen berücksichtigt werden.


Veröffentlichungsdatum: 25. März 2025
  • Vorherige:
  • Nächste: