Das Auftreten gelber Blätter im kommerziellen Cannabisanbau in Thailand ist ein häufiges, aber sehr besorgniserregendes Problem. Es handelt sich oft um ein Stresssignal der Pflanze, das auf Probleme mit den Wachstumsbedingungen oder der inneren Physiologie hinweist. Eine systematische Diagnose und Behebung sind erforderlich; die folgenden Schritte und Maßnahmenpläne sind dabei unerlässlich:
Kurzdiagnose: Achten Sie auf Art und Lage der gelben Blätter.
Vergilbung der alten Blätter (untere Blätter):
Hohe Wahrscheinlichkeit eines Stickstoffmangels (N): Stickstoff ist ein mobiles Element. Bei einem Mangel wird der Stickstoff aus alten Blättern in neue Blätter verlagert, was zu einer gleichmäßigen Vergilbung der alten Blätter führt.
Lösung: Ergänzen Sie die Düngung mit stickstoffhaltigen Düngemitteln (wie Ammoniumcalciumnitrat, Fischmist) und achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium.
Neue Blätter verfärben sich gelb (oberste zarte Blätter):
Eisen- (Fe), Zink- (Zn) oder Schwefelmangel (S): Eine Vergilbung zwischen den neuen Blattadern (die Adern sind noch grün) ist häufig auf Eisenmangel zurückzuführen; die gleichmäßige Vergilbung kann auf Schwefelmangel hindeuten.
Lösung: Chelatisiertes Eisen (EDTA Fe) oder Blattdünger mit Spurenelementen sprühen; pH-Wert des Bodens prüfen (siehe unten).
Örtliche gelbe Flecken/Ränder an den Blättern:
Pilz-/Bakterienkrankheiten (wie Blattfleckenkrankheit und Falscher Mehltau): treten häufig in feuchten Umgebungen auf und zeigen gelbe Flecken, die von braunen Flecken und Schimmelschichten begleitet werden.
Schädlingsbefall (wie z. B. Spinnmilben und Thripse): Auf der Blattunterseite sind Insektenkörper oder Spinnweben zu sehen, und die Blätter weisen fleckige Chlorose auf.
Lösung: Die erkrankten Pflanzen isolieren und mit Fungiziden (z. B. Bacillus subtilis, Kupferpräparate) oder Insektiziden (z. B. Azadirachtin, Pyrethroide) besprühen.
Untersuchung zentraler Umweltfaktoren
1. Ungleichgewicht des pH-Werts im Boden/Substrat (die häufigste Ursache!)
Frage: Der optimale pH-Wert für den Cannabisanbau in Erde liegt bei 6,0–7,0. Bei erdloser Kultivierung (Kokosfasern/Hydroponik): 5,5–6,5. Wird dieser Bereich überschritten, werden Nährstoffe (wie Eisen und Mangan, die bei einem pH-Wert > 7 schwer aufzunehmen sind) eingeschlossen.
Lösung:
Verwenden Sie umgehend ein pH-Messgerät, um Ausscheidungen aus dem Bewässerungswasser und dem Substrat nachzuweisen.
pH-Wert anpassen: Ist er zu hoch, mit Zitronensäure/Phosphorsäure senken; ist er zu niedrig, mit Kaliumhydroxid/Kalk auf einen höheren pH-Wert einstellen.
Nachbereitung: Stellen Sie den pH-Wert des Wassers vor jeder Bewässerung ein und testen Sie regelmäßig das Substrat.
2. Falsche Bewässerung
Überwässerung: Dem Wurzelsystem fehlt Sauerstoff, alte Blätter vergilben und welken, und die Wurzeln werden braun und faulen.
Trockenstress: Die Blätter vergilben und hängen schlaff herunter.
Lösung:
Nach dem Prinzip „sehen, ob der Boden trocken ist, sehen, ob er nass ist“ sollten Sie Ihre Finger 2-3 Zentimeter tief in den Boden stecken, bis dieser vollständig trocken ist, bevor Sie gießen.
Verbessern Sie die Drainage (fügen Sie Perlit/Vermiculit hinzu), um Wasseransammlungen am Boden des Beckens zu vermeiden.
3. Beleuchtungsproblem:
Zu viel Licht: Die Blätter vergilben und trocknen aus (vor allem an der Spitze), was häufig zu beobachten ist, wenn LED-Lampen zu nah sind oder wenn die Blätter starkem tropischen Licht ausgesetzt sind.
Unzureichendes Licht: Die unteren, älteren Blätter vergilben und fallen ab, da sie keine Photosynthese mehr betreiben können.
Lösung:
Passen Sie die Höhe der Leuchte an (halten Sie die LED auf 30-60 Zentimeter); Sonnenschutznetz für heiße Tage (30-40% Beschattungsgrad).
Drehen Sie die Pflanzen regelmäßig, um eine gleichmäßige Lichteinwirkung zu gewährleisten.
Wichtige Aspekte des Ernährungsmanagements
Wissenschaftliche Düngung:
Übermäßige Düngung vermeiden (Salzschäden): Die Blattspitzen sind verbrannt gelb und eingerollt, und auf der Oberfläche des Substrats befinden sich weiße Salzkristalle.
Erste Hilfe: Spülen Sie das Substrat mit einer großen Menge Wasser mit einem pH-Wert von 6,0 (2-3 Mal das Volumen des Beckens).
Regelmäßige Messung des EC-Wertes (Leitfähigkeit): Der EC-Wert des Bodens sollte bei 1,2-2,0 mS/cm liegen, bei erdloser Kultivierung bei 1,0-1,8 mS/cm.
Während der Blütezeit sollte die Zufuhr von Phosphor und Kalium erhöht werden: Eine Vergilbung der alten Blätter während der Blütezeit kann ein normaler Stoffwechselvorgang sein, es ist jedoch notwendig, für eine ausreichende Versorgung mit Phosphor und Kalium zu sorgen (z. B. mit der 0-10-10-Formel).
Spurenelement-Supplementierung:
In Thailand kommt es während der heißen und regnerischen Jahreszeit häufig zu Magnesium- (Mg) und Kalziummangel (Ca), der sich durch eine Vergilbung zwischen den Blattadern äußert.
Plan: Regelmäßig einen Blattdünger mit Kalzium und Magnesium (z. B. 1 g/L Magnesiumsulfat + chelatisiertes Kalzium) sprühen oder Dolomitpulver in den Boden einbringen.
Umweltoptimierung und Prävention
Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle:
Idealer Temperaturbereich: 24-28 °C tagsüber und 18-22 °C nachts.
Idealer Luftfeuchtigkeitsbereich: 40–70 % während des Wachstums und 40–50 % während der Blüte.guter Luftentfeuchter für den Anbauraumwird Ihnen einen Gefallen tun. Preair ist zuverlässig.Hersteller von Luftentfeuchterndas verschiedene Luftentfeuchter von guter Qualität verkauft.
Gegenmaßnahmen bei hohen Temperaturen: Belüftung + Sonnenschutz + Sprühkühlung (während der Blütezeit kein Wasser versprühen, um Schimmelbildung zu vermeiden).
Erhaltung der Wurzelgesundheit:
Regelmäßige Zugabe von mikrobiellen Mitteln (wie arbuskulären Mykorrhizapilzen und Bacillus subtilis) zur Steigerung der Stressresistenz.
Vermeiden Sie Substratverdichtung, wechseln Sie die Anbaukulturen jede Saison oder desinfizieren Sie den Boden (Dampf-/Solardesinfektion).
Im Allgemeinen
Anhand des pH-Werts und der Bewässerung lassen sich 80 % der Probleme mit gelben Blättern leicht beheben. Treten zusätzlich Krankheitsflecken und Insektenspuren auf, sollte die betroffene Pflanze umgehend isoliert werden, um ein vollständiges Absterben zu verhindern!
Veröffentlichungsdatum: 30. Juli 2025

